Wechselwirkungen
Die Wechselwirkungen zwischen meinem Herz, meinem Magen-Darm-Trakt, meiner Schilddrüse und meinen Verspannungen, waren und sind weiter komplex und werden durch verschiedene physiologische Mechanismen beeinflusst.
Hauptursache meiner Beschwerden war vor vielen Jahren der Ausbruch des Epstein -Barr-Virus, der auch Schilddrüsenvirus genannt wird. Bei mir sind, bzw. waren es aggressive Stämme der Gruppe 4 und 5, gegen denen sich meine Schilddrüse durch Neubildung von Gewebe verteidigt, wodurch es zu einer Überproduktion von Schilddrüsenhormonen kam.
1. Schilddrüse und mein Herz: Hormonelle Einflüsse: Die Schilddrüse produziert Hormone (T3 und T4), die den Stoffwechsel und die Herzfunktion regulieren. Eine Überproduktion dieser Hormone (Hyperthyreose) sorgte bei mir für eine erhöhte Herzfrequenz, für Herzklopfen und besonders zu Herzrhythmusstörungen.
- Meine Ernährung: Meine nicht ganz gesunde Ernährung hat sowohl meinen Magen-Darm-Trakt als auch mein Herz-Kreislauf-System negativ beeinflusst. Da ich entgegen meiner Überzeugung zuckerhaltige Lebensmittel verkonsumierte, mich quasi damit belohnt habe, führten besonders diese zu Entzündungen in meinem Körper, bei meinem Herz, als auch in meinem Magen-Darm-Trakt.
3. Schilddrüse und Magen-Darm-Trakt: Der Einfluss auf meine Verdauung: Schilddrüsenhormone spielen eine Rolle bei der Regulierung der Magen-Darm-Motilität. Durch meine Überfunktion wurde meine Magenentleerung beschleunigt und meine Säureproduktion im Magen erniedrigt, was bei mir für Sodbrennen und gastroösophagealen Reflux nach sich führte, da der Druck auf meinen unteren Schließmuskel der Speiseröhre stärker beansprucht wurde. Zudem kam noch hinzu das ich seit vielen Jahren mal mehr oder weniger, letztlich aber sehr viel mehr, Protonenpumphemmer einnnahm.
- Protonenpumpenhemmer (PPI`s) sind Medikamente, die ich immer wieder als Beigabe nach einer OP bekam und anderen säurebedingten Erkrankungen gerne einsetzte. Da ich sie Stressbedingt immer häufiger nahm, reduzierten sie die Produktion meiner Magensäure, was meine Verdauung von Nahrungsmitteln beeinflusste. Sie sorgten schliesslich für meine verschiedenen gesundheitlichen Auswirkungen auf das Herz, die Schilddrüse und den Magen. Ebenso wurde durch meine verminderte Säure die Aufnahme bestimmter Nährstoffe, wie Vitamin B12, Magnesium und Calcium, beeinträchtigt.
- So sorgte eine niedrige Säurekonzentration auch für bakterielle Infektionen im Magen-Darm-Trakt, da die Säure eine Schutzfunktion gegen pathogene Mikroben hat. Damit war meine Darmsanierung unumgänglich.
- Die Auswirkungen auf meine Schilddrüse hinsichtlich meiner Nährstoffaufnahme: Meine verminderte Magensäure beeinträchtigte die Aufnahme von Nährstoffen, die für die Schilddrüsenfunktion wichtig sind, wie z.B. Selen.
- Die Auswirkungen auf mein Herz-Kreislauf: Eine langfristige Anwendung von PPI`s ist mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden, was wohl genauso bei mir der Fall war. Einige Studien haben auch einen Zusammenhang zwischen PPI-Gebrauch und einem erhöhten Risiko für Herzinfarkte oder Schlaganfälle festgestellt.
- Mein niedriger Magnesiumspiegel: Durch die PPI `s kam es zu einem Abfall meines Magnesiumspiegels im Blut, was auch Herzrhythmusstörungen verursachte.
- Meine Halswirbelverspannung: Durch Verspannung konnten die Spinalnerven in diesem Bereich, wie auch die Nerven, Muskeln und Gefäße die meine Schilddrüse versorgen, nicht richtig arbeiten.
- Mein Zwerchfell: Durch mein vieles Sitzen hatte sich mein Brustkorb nach oben erweitert und mein Zwerchfell konnte sich dadurch bei der Atmung nur gering zusammenziehen. Meine gesamte muskuläre Balance war gestört und somit hatte sich auch die Hiatuschlinge(ist der Bereich, wo die Speiseröhre durch das Zwerchfell in den Bauchraum eintritt) gelockert, wodurch sich die Durchtrittsstelle der Speiseröhre erweitert hatte. Ebenso waren der Psoas, welcher ein wichtiger Muskel im unteren Rücken und im Beckenbereich ist , wie auch der Quadratus lumborum ( Lendenmuskel), im unteren Rücken, der hilft, die Wirbelsäule zu stabilisieren und die Bewegung des Rumpfes zu unterstützen, so verspannt, das es zu einer Beckenverwringung gekommen war,da die Rücken- und Abduktoren als Gegenspannung wirkten.
- Psoas: Da er an der Wirbelsäule oberhalb des Zwerchfells angewachsen ist, war dieses in Mitleidenschaft gezogen.